Dr. med M.O.Bruker/ Dr. phil. Mathias Jung
"Der Murks mit der Milch" (14,80€)
Dieses Buch ist zwar schon etwas älter (1994), hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Dr. Bruker greift in seinem Buch die Wahrheit über die tote Industriemilch auf. Aus dem Vorwort: Es ist üblich, dass man die Milch als etwas Gutes ansieht. Über die Nachteile ist wenig bekannt. Da sie in den letzten Jahrzehnten von der Milchwirtschaft als unverzichtbares Getränk, ja sogar als unverzichtbare Kalziumquelle, angepriesen wird, muss mit diesem Milchmythos von ärztlicher Seite endlich einmal schonungslos ins Gericht gegangen werden.
Die Kalzium-Lüge der Milchindustrie: Die Milchlobby wirbt seit Mitte des 20. Jahrhundert intensiv für Milch als
wichtigsten Kalziumlieferant. Sie soll unerlässlich für den Knochen- und
Zahnaufbau und deren Stärkung sein, Osteoporose und Zahnerkrankungen vorbeugen.
Somit legen die Menschen sehr viel Wert auf Milch als Beitrag für ihre
Gesundheit. Europa und Amerika haben den größten Milchverbrauch der ganzen Welt,
doch gleichzeitig auch die höchste Rate an Osteoporose-Erkrankungen. Das
widerspricht massiv den Behauptungen und sollte eigentlich zu denken geben. Denn Kuhmilch führt trotz des hohen Kalziumgehalts (1200 mg/Liter) zu einer negativen
Kalziumbilanz in den Knochen, da durch den hohen Gehalt vom artfremden Kasein-Eiweiß der Milch mehr
Kalzium vom Körper ausgespült als zugeführt wird.
Hintergrundinfo Kalzium: Der durchschnittl. Tagesbedarf an Kalzium beträgt für einen Erwachsenen 1000 mg. Kalziumaufnahme wird durch Vitamin D gefördert. Schon durch einen 30 minütigen Aufenthalt im Freien wird die notwendige Vitamin
D-Bildung in der Haut durch UV-Licht abgedeckt. Gutes Mineralwasser (z.B. Steinsieker, Fontanis )enthält im Durchschnitt 500 mg Kalzium/Liter, so dass man mit 2 Liter Wasser tgl. seinen Kalziumbedarf decken kann. Liste kalziumreiches Mineralwasser >>>hier. Weitere gute Kalziumquellen sind grünes Gemüse (u.a. Brokkoli, Grünkohl, Blattspinat, grüne Bohnen), Nüsse und Tofu.
Dr. Bruker macht eindeutig klar, warum wir an so vielen Erkrankungen leiden. Pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Milch hat nachweislich langfristig schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel. Leider werden wohl noch viele Millionen Liter Milch fließen, bevor dieses Wissen eine nennenswerte Zahl von Verbrauchern veranlasst, ihren Konsum von Milch und Milchprodukten, wie Käse, Quark, Joghurts, Milchschokolade, etc zu überdenken und auf pflanzliche Alternativen umzusteigen.



Hey,
AntwortenLöschenkrass, es gab schon 1994 so ein Buch, in dem genau erklärt und aufgezeigt wird,wie schädlich Milch ist und dennoch wird so viel für sie geworben. Ich hatte letztens auch mal ein kurzes Gespräch mit einem Jungen, der meinte "ja aber die Milch is doch so gesund"...ich hab ihm dann von der Negativbilanz erzählt und dass es Osteoporose zb. nicht in Ländern gibt, in denen so gut wie keine Milch getrunken wird. Sein Schlussargument danach war dann "ja aber ich trink weiterhin Milch, denn sie schmeckt so gut". Hm vielleicht hätte ich das vor einiger Zeit auch noch geantwortet, denn ich habe Milch wirklich geliebt. Besonders die Biomilch in Flaschen, auf denen sich immer Rahm gebildet hat. Aber ich kann drauf verzichten. Denn einerseits finde ich Sojamilch oder andere Getreidemilch suuuuuper lecker und zweitens möchte ich keine Kühe mehr für mich leiden lassen. Die Milch den Kälbern und nicht den Menschen, sag ich da nur! :)
lg Nicole
Sehr spannender Buchtipp und danke für die Hintergrundinfos :) Lohnt sich sicher, da nochmal genauer nachzulesen und sich zu informieren.
AntwortenLöschenWenn man schon vegan lebt und auf seine Eiweiß und Kalzium-Versorgung Acht gibt, ist das Ganze persönlich nicht mehr so relevant. Aber gerade durch die Infos kann man auf die Diskussion um Mangelerscheinungen durch vegane Ernährung besser eingehen.
Hallo Biggy, hatte vor einer Woche während meines "Veganer Laden-Abschieds-Brunch"s ein Gespräch mit einer Unveggie, die mir klarmachen wollte, wie wichtig Milch doch in gesundheitsspezifischer Hinsicht (für den Menschen) sei. Ich habe sie zwar irritieren können nach dem Motto "Alles Quatsch, längst wissenschaftlich widerlegt, kann die entsprechenden Belege besorgen ...", gute und fundierte Argumente konnte ich jedoch nicht anbringen. Das wird zukünftig einfacher sein, dank Deines Posts :-)
AntwortenLöschenVerlinkt in http://world-of-pd.blogspot.com/2012/01/der-murks-mit-der-milch.html
Vegane Grüße, PD
Danke für den Buchtipp, Biggy, ich habe mir gerade einfach mal ein gebrauchtes Exemplar bestellt und bin total gespannt, es hat ja wirklich gute Bewertungen!
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